3 Kup blauer Gürtel mit rotem Streifen

Prüfungsprogramm nach Prüfungsordnung

3. Kup:
(blauer Gürtel mit braunem Streifen), Vorbereitungszeit 4 Monate (45 TE)
a) 5. Form, Taeguk Oh Jang (bzw. Chung Gun Hyong)
b) 1-Schritt-Kampf formenorientiert: Formerklärende Übungen (bzgl. der 4. - 6. Form) sowie zur Taekwondo-SV hinführende Übungen
c) FK-Übungen mit Rollenteilung und Aufgabenstellung:
A = Offensiv; B = Defensiv-aktiv (vor-, gleich- und nachzeitig)
d) SV in Raumnot sowie nach Überraschungsangriffen
e) Bruchtest
f) Theorie

Erläuterungen der Prüfungsinhalte

3. Kup:
(blauer Gürtel mit braunem Streifen) Vorbereitungszeit 4 Monate (45 TE)
a) 5. Form:
Taeguk Oh Jang (bzw. Chung Gun Hyong)
b) 1-Schritt-Kampf formenorientiert:
Formerklärende Übungen (bzgl. der 4. - 6. Form) sowie Übungen, welche zur Taekwondo-SV hinführen.
c) FK-Übungen mit Rollenteilung und Aufgabenstellung:
A = offensiv; B = defensiv-aktiv sowohl "auf der Linie" als auch mit "Verlassen der Linie";
Ziel der Aufgabe: B verhält sich aktiv im Rahmen der Defensiv-Strategie und soll durch entsprechend unberechenbares Verhalten die Erfolgswahrscheinlichkeit des offensiven A wesentlich einschränken.
A wird durch das strategisch-taktische Verhalten von B seinerseits zur Optimierung der Offensiv-Strategie gezwungen. D.h. zum einen, daß er seinen Angriff für B unberechenbar aufbauen muß, und zum anderen, daß der Angriff ganzheitlich abgesichert ist (= Angriffs-vorbereitung, -durchführung und -abschluß). Dadurch kann A zeigen, daß er die Offensiv-Strategie beherrscht.
d) SV in Raumnot sowie nach Überraschungsangriffen:

SV-Situationen in Raumnot sind z.B.: Verteidiger auf dem Rücken liegend, Verteidiger mit dem Rücken zur Wand stehend, Verteidiger in der Ecke stehend, Verteidiger auf einem Stuhl sitzend / am Tisch sitzend, d.h., daß keine bzw. stark eingeschränkte Ausweichmöglichkeiten bestehen. Der Verteidiger ist daher zur Anwendung von nicht Ttaekwondo- spezifischen Verteidigungsmaßnahmen (siehe SV-Techniken) gezwungen - genauso wie nach "Überraschungsangriffen".
Überraschungsangriffe sind: Situationen in denen der Angriff nicht rechtzeitig wahrnehmbar ist und daher auch nicht vermieden oder mit Taekwondo - spezifischen Verteidigungsmaßnahmen beantwortet werden kann. Solche Situationen können im Alltag vorkommen und sind in der Prüfung zu konstruieren. Z.B.: Angreifer kommt von hinten, Angreifer kommt von der Seite, etc. Um den Angriff trotz des Überraschungsmoments dennoch lösbar zu machen, müssen die Angriffe in der Prüfung auf folgende Elemente beschränkt werden: Halten, Klammern, Würgen und Schubsen.
e) Bruchtest (1 Technik):
Der Prüfling hat die freie Wahl der Technik
f) Theorie:
Welche Möglichkeiten der Verteidigung entfallen bei der SV in Raumnot oder nach Überraschungsangriffen?
Wie muß sich der Angreifer verhalten, wenn sich sein Gegner aktiv verteidigen darf?
Welche Folgen ergeben sich für den Angreifer aus der aktiven Verteidigung bzgl. Angriffs-aufbau, -durchführung und -abschluß?
Was ist eine Finte?
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben "Finte" und "Technik"?
Worin unterscheiden sich "traditionelle" und "moderne" Technikausführungen (z. B. bei trad. und mod. 1-Schritt-Kampf)?
Koreanische Terminologie des bisherigen Programms